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Transparente Gifs sind aus dem Web einfach nicht mehr wegzudenken. Sie lassen den Hintergrund durchscheinen und können so auf einfache Weise komplizierte Grafikstrukturen erscheinen lassen. Aber das gekonnte Herstellen eines transparenten Gifs hat auch so seine Tücken. Ohne ein professionelles Konzept einer Website endet es meistens in zeitraubendem herumprobieren. | ||
Nehmen wir einmal einen völlig weissen Hintergrund und beobachten die Effekte. Ein Gif, bei dem auf das Antialiasing verzichtet wird, erscheint immer als Treppe. Schließlich wird ja kein Verlauf zu einem Hintergrund berechnet, der die Grafik erst "weich" macht. So ein Gif kann man zwar überall, ohne daß ein Rand entsteht, einsetzen. Doch von einer ästhetischen Erscheinung ist es weit entfernt. | ||
Es muss also ein Hintergrund her, zu dem der Verlauf berechnet werden kann. Die Hintergrundfarbe wird beim Abspeichern dann als transparente Farbe angegeben und von der Gif-Arithmetik in Zukunft als "nicht wiederzugebende Farbe" interpretiert. Die Verlaufsfarben haben allerdings andere Farbwerte und werden daher angezeigt. Was dann geschieht, wenn auf hellem Hintergrund ein dunkel transparentiertes Gif zu liegen kommt, zeigt dieses Bild. | ||
Da der Hintergrund in diesem Fall sowieso reinweiss ist, wird auch der Hintergrund des transparenten Gifs mit weiß angenommen. So entsteht ein weicher Verlauf mit wirklich runden Konturen | ||
Das gleiche gilt natürlich auch umgekehrt. Ein hell transparenziertes Gif umgibt sich auf dunklem Hintergrund immer mit einer Aura. | ||
Daher wird man in diesem Fall einen blauen Hintergrund wählen und diesen zur transparenten Farbe erklären. | ||
Bei gemusterten Hintergründen wird es natürlich etwas schwieriger. Als Faustregel gilt: einen Mittelwert der hellsten und der dunkelsten Farbe ermitteln. Eher etwas dunkler wählen, denn ein heller Kranz ist optisch immer hässlicher als eine dunklere Kontur. Wenn Sie mit den Farbwerten nicht so sattelfest sind, so empfiehlt sich folgende Vorgangsweise: zoomen Sie die Hintergrundkachel in Ihrem Grafikprogramm auf 3-4fache Vergrösserung, so daß die hellste und die dunkelste Farbe noch im Fenster erscheinen. Wählen Sie das Pipetten-Werkzeug aus und klicken Sie jetzt in den optischen Mittelwert des Verlaufs der beiden Farben. lassen Sie sich aber nicht täuschen. Die Farbwerte können völlig anders als erwartet ausfallen. | ||
Bei diesem Muster kommt weiss zwar vor, ist als Hintergrund aus oben besprochenen Gründen aber untragbar. | ||
Der Mittelwert der beiden Kachelfarbwerte liegt bei Graustufe 87. Diese wurde als Hintergrund für das Gif gewählt. Konturen sind fast nicht zu erkennen. | ||
Hier wird es etwas haarig. Zwei völlig verschiedene Farben treffen aufeinander. Hier muß zum Mittelwert des Hintergrundes auch noch die Eigenfarbe des Gifs gerechnet werden. Als Mittelwert der Kachel ergibt sich ein Braunton RGB148,128,26. Da im Gif selber rot die dominante Farbe ist, wird also dem Mittelwert eine leichte Rotverschiebung mitgegeben. Ergebnis als Gif-Hintergrund: RGB 148,116,46. | ||
Und noch ein Tipp für Fälle, wo gar nichts mehr geht: ein gut gemachter rechteckiger Button ist immer noch ansprechender als eine schlecht gemachte Transparenz. In diesem Sinne: gutes Gelingen, Euer Geri. | ||