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Farbmodelle


Es ist Ihnen bestimmt schon aufgefallen, daß in den Grafikprogrammen mehrere Farbmodelle zur Auswahl stehen, in denen man ein Bild erstellen und die man ein Bild konvertieren kann. Da stellen sich dann immer wieder die Fragen: wozu das Ganze und welches Modell soll ich verwenden. Um hier Abhilfe zu schaffen will ich die wichtigsten Farbmodelle hier einmal erläutern.
Grundlegend sind alle so aufgebaut, daß sich die einzelnen Komponenten in Kanälen wiederspiegeln, welche dann auch einzeln bearbeitet werden können. Jedes Pixel eines Bildes kommt daher auch in jedem Kanal einmal vor. Der Farbton des Pixels wird vom Programm durch die zugeordneten Werte der Kanäle dann berechnet

Das RGB-Modell
Diese ist wohl das geläufigste unter den Farbmodellen und in den meisten Grafikprogrammen schon als Voreinstellung definiert. Jede Farbe teilt sich in die Kanäle R (rot), G (grün) und B (blau). Dies sind die Grundfarben jedes Monitors. Durch die Addition der verschiedenen Wellenlängen wird der neue Farbton berechnet. Angegeben werden die einzelnen Farbkomponenten durch Werte von 0 bis 255. daraus ergibt sich auch die Anzahl von 16777216 (256x256x256) Farben, die ein Computer darstellen kann. Wobei allerdings anzumerken ist, daß diese Menge an Farbnuancen das menschliche Auge gar nicht mehr wahrnehmen kann. Anzuwenden ist das RGB-Modell immer dann, wenn Bilder auf einem Monitor oder durch einen Bildwerfer dargestellt weden sollen.

Das CMYK-Farbmodell
Dieses kommt aus dem Druckbereich und teilt die Kanäle in C (cyan), M (magenta), Y (gelb) und K (schwarz) ein. Diese Farben kennt man als die Grundfarben eines jeden Drucker. Angegeben werden die Farbwerte hier durch einen Prozentsatz.
Das RGB und das CMYK-Modell sind fest miteinander verbunden. In der untenstehenden Grafik ist leicht zu erkennen, daß durch Mischung der Farben Rot, Grün und Blau die Zwischentöne Cyan, Magenta und Gelb entstehen. Somit ist auch die direkte Ableitung vom Monitor zum Druck gegeben. Warum also ein eigenes Farbmodell für CMY? Der Grund ist einfach. Hier können die Kanäle bereits ohne Umweg auf den Druck hin bearbeitet werden. Daher sollte dieses Modell auch dann eingesetzt werden, wenn die Bilder anschließend zu Papier gebracht werden sollen.


Das HSB-Farbmodell
Dieses Modell versucht, das Farbempfinden des menschlichen Auges nachzuvollziehen. Das Auge erkennt keine Farbnuancen, sondern setzt die Information aus folgenden Teilen zusammen: H (Farbton) ist die Wellenlänge des Lichtes, S (Sättigung) ist die Farbtiefe von schwach bis kräftig, und B (Helligkeit) ist die Intensität von hell bis dunkel. Angegeben werden die Kanäle mit H als Grad auf dem Farbkreis und S,B als Prozentsatz. Dieses Modell wird oft in der Fotobearbeitung verwendet um dem realistischen Eindruck so nahe wie möglich zu kommen.


Der Graumodus.
Ein Farbmodell, bei dem die Farbinformationen nur mehr auf den Helligkeitswert reduziert werden. Ausser man möchte künstlerisch Farb- in Schwarz-Weiss-Fotografien umwandeln, dient er hauptsächlich als Bearbeitungsmodus für verschiedenste Zwecke. Überblendveläufe, Maskierungshilfen und Schattenwirkung wären nur einige davon.

Der LAB-Farbmodus
Dieses Modell wurde vom CIE, der internationalen Beleuchtungskommission, eigentlich als Labormodell zur Normung der Farbmessung ausgearbeitet. Es besteht aus L (Helligkeit), dem Vektor A (die grün-rot Komponente) und dem Vektor B (die blau-gelb-Komponente). Anwendung findet dieses Modell ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke.

Die PALETTE
Wie der Name schon sagt wird hier eine Palette verschiedener Farben einem Bild zugeordnet. Dabei weden die Farbinformationen des Bildes Pixel für Pixel der am nächsten liegenden Farbe der Palette zugeordnet. Dies wird dann interessant, wenn es Farbvorgaben von Druckereien gibt, die eingehalten werden müssen. Ferner gibt es auch genormte Paletten. Pantone ist eine Palettennorm, welche auch aus dem Drucksektor kommt und auf die große Druckereimaschinen kalibriert sind. Auch im Internet gibt es eine Norm. Das ist eine Farbpalette, welche alle Browser gleich darstellen müsse. Es ist die Palette der "websicheren Farben". Ob und welche Palette zur Anwendung kommt entscheidet meist bereits das Grafikkonzept. Ein späteres Konvertieren kann nämlich unschöne Folgen haben.

Ich hoffe, mit diesem kleinen Ausflug in die Theorie ein wenig Klarheit in den Menüpunkt Bild->Modus gebracht zu haben und wünsche Ihnen noch weiter gutes Gelingen, wobei auch immer.

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